„Ehe ich das hier noch länger mitmache, gehe ich lieber Ziegen hüten.”
Ich stand im Pressezentrum, für das ich verantwortlich war. Gerade berichteten rund 6.000 Journalisten aus aller Welt über unsere Messe, die Aussteller und Branchentrends.
Ich war baff. Hatte ich das gerade wirklich gesagt? Es war, als würde ich neben mir stehen und die ganze Situation beobachten. Dieser Frust-Ausbruch machte mich total nachdenklich.
Es hat mich nicht mehr losgelassen. Mir wurde klar, dass in meinem Leben etwas ganz und gar nicht stimmte. Dass ich mir meinen Job schönredete. Aber ich dachte: Ich kann ja nix außer Messe-PR. Ich kann das doch nicht hinschmeißen.
Weil ich richtig viele Überstunden abbummeln konnte, gönnte ich mir 8 Wochen Urlaub. „Du kannst das doch einfach ausprobieren mit den Ziegen. Und Käse machen. Dann hast du mal Abwechslung“ – machte ich mir selbst Mut.
Dazu musst du wissen: Ich bin seit meiner Studienzeit in Frankreich dem Ziegenkäse verfallen. Gedacht, getan. Ich organisierte mir ein Praktikum in einer Hofkäserei.

Es war total befriedigend. Hände statt Kopf.
Wie inspirierend.
Warum ich dir diese Geschichte erzähle?
Du fragst dich vielleicht wie ich, was du machen könntest. Ob du überhaupt etwas kannst außer dem Job, der dich nicht mehr erfüllt. Oder anders: Wie geht berufliche Neuorientierung überhaupt?
Spoiler: Du kannst vieles machen! Es gibt im Berufsleben immer mehr als die eine Option.
Natürlich weißt du nicht direkt, was dich bis zur Rente glücklich machen wird!
Du bist jetzt in deiner Situation gefangen. Und wahrscheinlich gestresst. Du findest nicht die perfekte Lösung, weil du aktuell gar nicht genug Abstand hast.
Und weil Grübeln dich nicht weiterbringt.
Wenn du unglücklich im Job bist, hilft nur Handeln.
So kommst du in Aktion und findest die richtigen Schritte hin zu deiner beruflichen Neuorientierung – ohne dich gleich 100%ig festlegen zu müssen.

Was dich glücklich macht, weißt du erst, wenn du es tust.
Vielleicht hast du diffuse Ideen. Oder sogar absurde Ideen wie ich. Hallo, von Pressemitteilungen schreiben zu Ziegenkäse machen – das ist schon ein Sprung…
Es kann sein, dass du schon die perfekte Idee hast und du dir nur die Erlaubnis geben musst, um sie umzusetzen. Oder deine erste Idee führt dich zu weiteren Ideen, die noch besser passen.
Um das herauszufinden, hilft nur das:
Ob deine neuen Ideen was taugen, musst du ausprobieren.
Sollte sich herausstellen, dass es noch nicht das Richtige ist, bist du trotzdem einen großen Schritt weiter.
Mich führte es dahin, dass ich meine eigene Käserei eröffnet habe. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich im nächsten Blogartikel erzähle.

Probier’s locker aus, statt gleich alles hinzuschmeißen
Du musst dafür nicht dein Leben umkrempeln. Es reicht, wenn du deine Idee ausprobierst. Vielleicht als Praktikum im Urlaub wie ich. Oder als ehrenamtliches Engagement. Es gibt noch viele andere Gelegenheiten, Tätigkeiten in der Praxis zu testen.
Dabei wirst du dich besser kennenlernen und so viel wertvolles Feedback bekommen, dass sich die nächsten Schritte wie von selbst ergeben. Fachsprech: iteratives Planen 😉
Mein Spruch für deinen Zettel am Spiegel im Badezimmer: “Wenn du willst, dass andere Dinge passieren, dann musst du andere Dinge machen”.
Wichtig ist nur, dass du nicht in Starre verharrst. Du kannst dein Leben nicht durchplanen. Dazu würden mir jetzt noch einige Sprüche und Zitate einfallen.
Fakt ist: Vieles passiert durch glückliche Zufälle. Du musst nur bereit sein, ihnen eine Chance zu geben.

Trau dich, was zu machen, worauf du richtig Bock hast!
Was dich beruflich glücklich machen könnte, schaust du dir natürlich genau an.
Aber deine Idee darf nicht einfach die sichere Bank sein – wie zum Beispiel das “Mach doch ein Jurastudium”, das vielleicht von deinen Eltern kam. Deine Idee muss dich mit Begeisterung erfüllen.
Jedenfalls war ich in der Hofkäserei und mit den Ziegen in Brandenburg sehr happy. Zum ersten Mal habe ich mich getraut, einfach zu machen, wozu ich Lust hatte.
Das hat mich mit einer Wahnsinns-Energie gefüllt.

Berufliche Neuorientierung: Was du wirklich brauchst
Also: Du brauchst keinen Plan, um was Neues anzufangen.
Aber den Mut, die ersten Schritte zu machen. Den Willen, neue Dinge zu tun, damit andere Dinge in deinem Leben passieren können. Und das Vertrauen, dich auf glückliche Zufälle einzulassen, wenn sie passieren –natürlich, weil du vorher die Weichen richtig gestellt hast.
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